Stand 26.01.2008

 
 

Pressespiegel

Auf dieser Seite finden Sie eine Sammlung  von Artikeln zu Unfällen und Berichterstattung zum Thema Toter Winkel.

Aktuelle Veröffentlichungen zu unserem Projekt finden Sie hier

Nordwest Zeitung 06.06.2007
Tödlicher Verkehrsunfall in Hannover... zum Artikel

Nordwest Zeitung 13.12.2006
Tödlicher Verkehrsunfall in der Donnerschweer Straße... zum Artikel

Nordwest Zeitung 29.09.2006
Laster schleift 13-Jährige zehn Meter mit... zum Artikel

Grafschafter Nachrichten 22.02.2006
Zwölfjähriger nach Unfall in Lebensgefahr... zum Artikel

Berliner Zeitung vom 24.03.2004
In Berlin kamen gestern zwei Radfahrer ums Leben,
als Lkws rechts abbiegen wollten... zum Artikel

LKW-Spiegel Magazin FAKT Juli 2002... zum Text zur Sendung

Im Jahr 2001 standen in Köln insgesamt fünf schwerwiegende Unfälle im Zusammenhang mit dem „Toten Winkel“: Vier Radfahrer und ein Fußgänger wurden tödlich verletzt
Quelle:www.stadt-koeln.de/verkehr/verkehrssicherheit/artikel/04000/index.html

 

Mittwoch, 06.Juni 2007

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     13.12.2006

Laster überrollt Radfahrer – 36-Jähriger tot

UNFÄLLE Donnerschweer Straße gesperrt – Fußgänger von Auto angefahren

OLDENBURG - Tödlicher Verkehrsunfall in der Donnerschweer Straße: Ein 36-jähriger Radfahrer ist gestern Nachmittag unter einen Lastwagen geraten und überrollt worden. Der Mann starb noch am Unfallort.

Nach Angaben der Polizei fuhr der Lastwagen mit Anhänger gegen 15.25 Uhr auf der Donnerschweer Straße stadteinwärts. Der 58-jährige Fahrer wollte nach rechts in die Kortlangstraße einbiegen. Da sich im Einmündungsbereich bereits ein Auto befand, blieb er zunächst stehen, um dem Autofahrer die Weiterfahrt zu ermöglichen. Als der 58-Jährige dann selbst weiterfuhr, kam es zum Unfall.

Die Polizei geht davon aus, dass der Laster-Fahrer vermutlich aufgrund des so genannten toten Winkels seines Seitenspiegels den von rechts kommenden Radfahrer übersah. Der 36-jährige Oldenburger, der ordnungsgemäß auf dem Radweg unterwegs war, wurde von der rechten Lkw-Frontseite erfasst, unter das 18 Tonnen schwere Fahrzeug gezogen und vom Vorderrad überrollt. Der alarmierte Notarzt konnte ihm nicht mehr helfen. Der 36-Jährige ist Oldenburgs siebter Verkehrstoter in diesem Jahr.

Für die Unfallaufnahme blieb die Donnerschweer Straße etwa 30 Minuten lang gesperrt. Der Verkehr wurde in dieser Zeit über die Straßburger Straße umgeleitet.

Bereits am Morgen war die Polizei zu einem schweren Verkehrsunfall gerufen worden. Im Schramperweg hatte es gegen 7.15 Uhr einen Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Fußgänger gegeben. Der 67-jährige Passant zog sich dabei lebensgefährliche Kopfverletzungen zu. Der Mann wollte offenbar die Fahrbahn überqueren. Ein 61-jähriger Autofahrer, der in Richtung Bloherfelder Straße fuhr, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Um den Unfallhergang genau rekonstruieren zu können, bittet die Polizei Zeugen, sich unter Tel. 790-20 43 zu melden.

 

     29.09.2006

Laster schleift 13-Jährige zehn Meter mit

OLDENBURG/RD - Schlimmer Unfall in Bürgerfelde: Beim Überqueren des Bürgerbuschwegs ist gestern kurz vor 14 Uhr eine 13-jährige Radfahrerin von einem Lastwagen mit Anhänger frontal erfasst und rund zehn Meter mitgeschleift worden. Die Schülerin aus Metjendorf zog sich schwere Verletzungen zu. „Es besteht aber keine Lebensgefahr“, so ein Polizeisprecher.

Den Angaben zufolge war der mit Betonsteinen beladene Laster von der Alexanderstraße nach rechts in den Bürgerbuschweg eingebogen. In diesem Moment kam das Mädchen von rechts.
Der Fahrer (36) bemerkte dies zu spät. Laut Zeugenaussagen hatten die Ampeln für beide auf Grün gestanden. Das Fahrrad verkeilte sich unter dem Laster und zog das Kind mit.

 
22.02.2006

Zwölfjähriger nach Unfall in Lebensgefahr

Nordhorn – Lebensgefährliche Verletzungen hat ein zwölfjähriger Junge am Montag Nachmittag bei einem Verkehrsunfall an der Ecke Neuenhauser Straße/Altendorfer Ring erlitten. Der Radfahrer wurde von einem abbiegenden Lastwagen überrollt. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei war der Junge gegen 14.10 Uhr mit seinem Fahrrad auf dem Radweg des Altendorfer Ringes in Richtung Stadtring unterwegs. An der Ampel wollte er bei Grün die Kreuzung in Richtung Stadtring überqueren. Ein 42-jähriger Lastwagenfahrer wollte mit seinem Fahrzeug aus Richtung Altendorfer Ring nach rechts in die Neuenhauser Straße abbiegen. Dabei übersah er den Jungen auf seinem Fahrrad. Der Zwölfjährige geriet mit seinem Rad unter den Anhänger und zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Nordhorner Krankenhaus transportiert.
Fotos: Konjer

Sattelzug tötet Neunjährigen

In Berlin kamen gestern zwei Radfahrer ums Leben, als Lkws rechts abbiegen wollten

Andreas Kopietz

In Berlin sind gestern zwei Radfahrer von Lkws getötet worden. Am Morgen kam in Charlottenburg ein neunjähriger Junge ums Leben. Gegen 8.15 Uhr waren Darso und seine 43-jährige Mutter mit Fahrrädern auf der Bismarckstraße unterwegs. Darsos Mutter fuhr voraus. An der Ecke Kaiser-Friedrich-Straße wollten die beiden bei "Grün" die Straße überqueren. Doch in diesem Moment bog auch ein Sattelzug nach rechts ab, der das Kind überrollte. Noch am Unfallort starb der Junge. Der 39-jährige Unfallfahrer aus Brandenburg kam mit einem Schock zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Die Mutter erlitt ebenfalls einen schweren Schock. Nach Auskunft der Polizei wurde sie von einem Notfallseelsorger nach Hause begleitet.

Der Fahrer der 18-Tonnen-Zugmaschine samt Auflieger hatte eine Fast-Food-Kette beliefern wollen. Was genau passierte, als er abbiegen wollte, das versucht die Polizei jetzt zu rekonstruieren. Die Unfallermittler haben widersprüchliche Zeugenaussagen. So ist ungeklärt, ob der Lkw-Fahrer zunächst gebremst hatte, um die Mutter vorbeizulassen, oder ob er in voller Fahrt abgebogen war. Möglicherweise befand sich der herannahende Junge im toten Winkel des Rückspiegels, vermutet die Polizei. "Auf jeden Fall hat der Fahrer den Unfall verursacht. Er hat nicht die erforderliche Sorgfaltspflicht walten lassen", sagte ein Ermittler gestern Abend. Angesichts des Unglücks appellierte die Polizei an alle Fahrer und Eltern, bei Kindern im Straßenverkehr besonders vorsichtig zu sein. Kinder seien erst ab zehn Jahren in der Lage, die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge richtig einzuschätzen und sich korrekt im Straßenverkehr zu bewegen.

Am Nachmittag starb dann ein 59-jähriger Radfahrer nach einem Unfall in Tempelhof. Laut Polizei war er an der Kreuzung Gottlieb-Dunkel-Straße, Ecke Teilestraße mit einem Lkw zusammengestoßen. Ersten Ermittlungen zufolge hatte ihn der Lkw-Fahrer übersehen.

Beiden Unfällen scheint eines gemeinsam: Die Fahrer konnten in ihren Rückspiegeln nicht alles sehen. Ein Umstand, den der Fahrradbeauftragte des Senats, Benno Koch, seit längerem anprangert: "Bis zu 50 Prozent aller tödlichen und schweren Unfälle haben mit dem toten Winkel vor oder hinter Lkws zu tun." Koch zufolge liegen 38 Prozent des Sichtfeldes des Lkw-Fahrers im toten Winkel. "Würde man einen vierten rechten Außenspiegel anbringen, dann wären es nur noch vier Prozent." Koch fordert, dass der vierte Spiegel Pflicht wird wie etwa in den Niederlanden. Dort seien die Unfälle im toten Winkel um 42 Prozent zurückgegangen.

Laut Polizei verunglückten in Berlin im vergangenen Jahr 75 Radfahrer und fünf Fußgänger, als Lkws rechts abgebogen sind. Angesichts der gestrigen Unfälle fordert Koch von Berlin eine Bundesratsinitiative für einen vierten Spiegel. Doch Lobbyisten wie die Fuhrgewerbeinnung sind offenbar dagegen, denn so ein Spiegel kostet rund 150 Euro. Tatsächlich legt die Innung Wert auf Veranstaltungen, die für ihre Mitglieder preiswerter sind: etwa eine Verkehrssicherheitsaktion "Gefahr toter Winkel", die in diesen Tagen an Berliner Schulen läuft. Kinder sollen auf die Fahrersitze von Lastern klettern, um sich davon zu überzeugen, dass sie im Rückspiegel wirklich nicht gesehen werden.

Berliner Zeitung vom 24.03.2004

LKW übersieht Kind

Wieder übersah ein Lkw-Fahrer beim Rechtsabbiegen ein Kind auf dem Fahrrad. Das elfjährige Mädchen liegt schwer verletzt im Krankenhaus. (Der Tagesspiegel, 08.06.2004)

TOD UNTERM LKW Ein Jahr nach dem Unfall in Charlottenburg

Blumen am Denkmal für Dersu

Mahnwache für Jungen, der von einem Rechtsabbieger überrollt wurde

„Lachweltmeister, deine Späße, deine Scherze, die werden uns fehlen“ – das Lied hatten Freunde schon bei der Beerdigung des kleinen Dersu im vergangenen Jahr gesungen. Gestern nun stimmten es jene an, die sich am Nachmittag zum Gedenken an der Unfallstelle versammelten und dort bald ein Denkmal für Dersu aufstellen wollen.

An der Kaiser-Friedrich-Straße Ecke Bismarckstraße hatte ein 40-jähriger Lieferwagenfahrer einer Fast-Food-Kette am 23. März 2004 den Kopf des neunjährigen Kindes vor den Augen seiner Mutter überrollt. Am Todestag des Jungen aus Charlottenburg wurde erneut eine gesetzlichen Regelung zu Rückspiegeln bei Lkw gefordert, wie sie andere europäische Länder trotz EU-Widerspruches längst erlassen haben (s.unten).

Auf dem Grünstreifen lagen Blumen, auch Kränze der Fraktionen von SPD und Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf. Voll war es, links und rechts rauschte der Verkehr, die Reden von Mitgliedern des Kiezbündnisses Klausenerplatz gingen fast im Lärm unter. Und doch sind die Forderungen klar. „Weg mit dem toten Winkel, her mit dem Gesetz“, stand auf Papp-Paragrafen. „Es grenzt an systembedingten Totschlag, dass ein Gesetz versprochen wurde, aber nichts geschieht“, sagte Lutwin Temmes vom Kiezbündnis.

Martin Keune, Begründer der Spendenaktion im Tagesspiegel für den Dobli-Weitwinkelspiegel, forderte „mehr Mut vom Gesetzgeber wie in Dänemark“. Wenn nichts mehr helfe, dann aktuelle Zahlen der EU für Deutschland wie diese: „Der volkswirtschaftliche Schaden durch Tote und Verletzte nach Tote-Winkel-Unfällen beläuft sich im Jahr auf 325 Millionen Euro. Wenn der Staat jedem Lkw-Betreiber einen Spiegel spendieren würde, wären das nur 60 Millionen Euro“. Welcher Politiker könne den Verwandten jener Menschen, die wegen fehlender Sicherheitsvorschriften zu Schaden kommen werden, in die Augen schauen – das fragte Dersus Onkel laut in die Runde.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Franziska Eichstädt-Bohlig und der Verkehrsexperte der SPD im Abgeordnetenhaus, Christian Gaebler, vereinbarten, an die EU-Parlamentarier heranzutreten. Katrin Schäfer von der SPD im Bezirk und Grünen-Kollege Andreas Koska wollen sich für das Ton-Mahnmal stark machen, das Bildhauerin Rachel Kohn schon mal in Pappe aufgebaut hatte: Ein Turm mit Bodenrelief als Denkmal für die Opfer im Straßenverkehr. Bezirksstadträtin Martina Schmiedhofer (Bündnisgrüne) ließ die Idee schon vom Tiefbauamt prüfen – erfolgreich. Der Wunsch, wie in Amsterdam gewisse Straßen für Lkw ohne Zusatzspiegel sperren zu lassen, sei hingegen schwerer umzusetzen. Annette Kögel

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LKW-Spiegel
Magazin FAKT Juli 2002

FAKT berichtete vor einem Jahr über tödliche LKW-Unfälle, die durch einen kleinen Außenspiegel hätten vermieden werden können.

Ein schlichtes Holzkreuz für ein Verkehrsopfer. Am Straßenrand in Gröditz in Sachsen: Ende September biegt hier ein LKW rechts ab, erfasst einen 12-jährigen Jungen auf seinem Fahrrad.

Dieter Rachel
Unfall-Gutachter
"Infolgedessen ist dann dieses Fahrrad auf die Fahrbahn nach rechtgestürzt, verhakte sich zum Teil unterhalb des Fahrzeuges und die Person ebenfalls. Die Person kam dann im Bereich der dort positionierten Blumen in seine
Endlage."

Der Junge stirbt noch am Unfallort an seinen Verletzungen. Der Gutachter muss nun die genauen Todes-Umstände klären. Im Mittelpunkt steht die Schuldfrage.

Dieter Rachel
Unfall-Gutachter
"Wir haben im Auftrag der Staatsanwaltschaft den Unfallhergang versucht zu rekonstruieren - hinsichtlich auch der Spiegeleinstellungen rechtsseitig des LKW und mussten sagen, dass im Abbiegeverhalten unmittelbar vor dem Kreuzungsbereich der Fahrradfahrer für den LKW-Fahrer nicht im direkten Sichtfeld war."

Konkret: Der Fahrer konnte den Jungen also beim Abbiegen überhaupt nicht sehen. Ein toter Winkel als Unfallursache ?

Vor 5 Monaten in Riesa - kaum zwanzig Kilometer entfernt. Ein
Polizei-Video dokumentiert eine Unfallstelle. Wieder kollidiert ein Rad mit einem LKW. Und wieder ist das Opfer jung - ein 14-jähriges Mädchen stirbt.

Hermann Braunger
Leiter Polizeirevier Riesa
"Wir haben festgestellt, dass der LKW in einer Anfahrt-Bewegung war. Der stand zuvor, befand sich in einer Anfahrt-Bewegung und es kam dann zu dem Zusammenstoß mit dem Kind, das unmittelbar vor dem LkW die Fahrbahn überquert hat.“

Zeugenaussagen bestätigen, dass das Mädchen den LKW knapp umfahren wollte, als es von dem Fahrzeug erfasst wurde. Bei der Unfallaufnahme dabei: Christian Tschirschwitz. Der Gutachter kommt heute zum vorläufigen Schluss, dass auch dieser Fahrer das Mädchen im entscheidenden Moment gar nicht sehen konnte.

Christian Tschirschwitz
Unfall-Gutachter
"Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit konnte der Fahrer das Kind aufgrund der konstruktiven Gegebenheiten des LKW nicht sehen."

Christian Tschirschwitz hat die toten Winkel an der rechten Seite am LKW analysiert. Es gibt neun zum Teil großflächige Bereiche, die für den Fahrer nicht einsehbar sind.

"Alle Gebiete, die hier weiß gezeichnet sind, also nicht durch so eine Schraffur erfasst sind, kann der LKW-Fahrer nicht einsehen. Der LKW bewegt sich in Längsrichtung, allerdings in gerader Richtung, so dass aus meiner Sicht der am meisten gefährdete Bereich, der Bereich vor dem Fahrzeug ist."

Test mit einem 4-jährigen Kind. Wie lange kann es vor dem LKW im toten Winkel gehen, ohne dass der Fahrer es wahrnimmt ? Fast unglaublich, aber das Mädchen bleibt 2 Meter und zwanzig Zentimeter ungesehen. Schraffiert – der gesamte tote Winkel.

Zurück zum Unfall in Riesa.

"Ich dokumentiere jetzt die Sicht aus dem Führerhaus heraus - nach vorne. Ich stehe jetzt auf und beuge mich nach vorne. Weiter komm ich nicht an die Scheibe.“

Und erst da wird der Radfahrer sichtbar, der unmittelbar vor dem Kühler steht.

Christian Tschirschwitz
Unfall Gutachter
"Ich bin der persönlichen Meinung, , dass mit einer Optimierung der LKW, zum Beispiel mit der zusätzlichen Ausstattung von Spiegeln, eine sehr hohe Anzahl an Menschenleben gerettet werden könnte."

Dabei gibt es bereits zahlreiche Projekte, um die Gefahr zu verringern. Spiegel an Kreuzungen. Sensoren - Anlagen am LKW. Zum Beispiel hat Daimler-Chrysler ein Spiegelsystem entwickelt. Einer der Spiegel zeigt dem Fahrer, was unmittelbar vor seinem Fahrzeug passiert.

Obwohl das System nur 2000 Mark kosten würde, ist eine Serienproduktion noch lange nicht in Sicht. Und vor allem der Gesetzgeber will sich dieser Problematik offensichtlich nicht stellen.

Uwe Voss
Daimler Chrysler
"Wir haben selbstverständlich auch unsere Interessenvertreter in Gremien sitzen, die auch beratend tätig sind, auch bei den Gesetzgebungsstellen. Und dieses Thema ist dort bekannt."

"Bekannt ist es. Die Frage ist, ob es geändert wird ?"

"Wir von unserer Seite haben einen Vorschlag auf den Tisch gelegt, mit der Bitte eine solche Spiegelanlage, zumindest die Wirkweise dieser Spiegelanlage vorzuschreiben. Wir können nicht eine Spiegelanlage vorschreiben, aber wir können eine Wirkweise vorschreiben, nämlich, dass diese toten Winkel eingesehen werden können."

Was wird unternommen, um die tödlichen LKW-Unfälle zu verringern. Das zuständige Verkehrministerium lehnt ein Interview, aus Termingründen ab. Man sei sich des Problems durchaus bewusst, warte aber auf Vorschläge aus einem Fachausschuss, heißt es schriftlich.

Abwarten - trotz existierender Lösungsvorschläge und trotz früherer Hinweise. Bereits vor einem Jahr machte Fakt auf die tödlichen LKW-Unfälle aufmerksam. Auch damals mit Verbesserungs-Vorschlägen.

Bis heute hat sich auf deutschen Straßen nichts geändert, so die bittere Bilanz von Gutachter Christian Tschirschwitz. Skepsis für die Zukunft.

Christian Tschirschwitz
Unfall-Gutachter
"Ich bin davon überzeugt, dass wir uns im nächsten Jahr wiedertreffen werden und einen ähnlichen Beitrag aufnehmen. Wenn die entsprechenden Veränderungen nicht durchgeführt werden"

"Wie empfinden sie so etwas ?"

"Als unerträglich - muss ich sagen."

zuletzt aktualisiert: 05. Juli 2002 | 13:55

Quelle: FAKT

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